Gemeinde Schönbrunn

Gemeinde Schönbrunn

Bei der Gemeinde Schönbrunn handelt es sich um eine strukturschwache Flächengemeinde im ländlichen Raum mit insgesamt 5 Ortsteilen und rund 2.900 Einwohner.

Analog der allgemeinen landes- und bundesweiten Entwicklung ist auch die ländliche Gemeinde Schönbrunn durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft betroffen. Der überwiegende Teil der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Gemeinde liegt innerhalb der sog. „Steillagen“ i.S.d. landwirtschaftlichen Förderkulisse. Zudem handelt es sich bei vielen Flächen zwischen dem tief eingeschnittenen Tal der Pleutersbach und dem angrenzenden Wald um Grenzertragsböden.

In Verbindung mit den kargen Buntsandsteinverwitterungsböden und den klimatisch für die Landwirtschaft nicht unbedingt günstigen Voraussetzungen auf der Hochfläche des Kleinen Odenwaldes trifft der allgemeine landwirtschaftliche Strukturwandel die Gemeinde Schönbrunn mit besonderer Härte. In der Folge des landwirtschaftlichen Strukturwandels ist auch das damit verbundene Handwerk weitgehend verschwunden. Ein örtlicher Landmaschinenbetrieb mit insgesamt 2 Arbeitsplätzen konnte sich in den letzten Jahren neu etablieren. Die in der Landwirtschaft frei werdenden und innerhalb der Gemeinde nachwachsenden Arbeitskräfte können von dem regionalen Arbeitsmarkt (Eberbach, Mosbach, Sinsheim) nur noch sehr bedingt aufgenommen werden. Häufig müssen Pendlerbewegungen bis in den Raum Mannheim/Ludwigshafen und Karlsruhe/Bruchsal in Kauf genommen werden. Wochenendpendler sind keine Seltenheit mehr.

Mangels geeigneter Gewerbebauflächen auf dem Gemeindegebiet und mangels geeigneter Verkehrsanbindungen wandert bisher ansässiges produzierendes Gewerbe sukzessive in die Zentren an den Entwicklungsachsen ab. Aktuell verlegt ein Siebdruckunternehmen mit rd. 30 Arbeitsplätzen seinen Standort in Richtung Stuttgart. Bemühungen um ein Nachfolgeunternehmen sind im Gange, eine letztendliche Entscheidung aber noch nicht gefallen. Dieser Trend schwächt zunehmend die eigene Wirtschaftsstruktur und Wirtschaftskraft der Gemeinde. Gegenmaßnahmen sind dringend erforderlich.

Mit dem schwindenden Arbeitsplatzangebots in der Gemeinde und steigenden Auspendlerzahlen sinkt auch die örtliche Nachfrage nach den „Gütern des täglichen Bedarfs“. Das in der Gemeinde noch bestehende Angebot für die Nahversorgung beschränkt sich auf ein kleineres Lebensmittelgeschäft und einen Metzger je in einem Ortsteil. Örtliches Handwerk ist nicht mehr zu verzeichnen. Zwei kleinere Unternehmen des Erd-, Tief- und Straßenbaus bieten in der Summe etwa 10 Arbeitsplätze. Selbst die Gastronomie ist auf 3 Angebote in der Gesamtgemeinde mit 5 Ortsteilen geschrumpft. Größter Arbeitgeber mit ca. 45 Beschäftigten in Verwaltung, Kindergärten und Bauhof ist die Gemeinde selbst.

Gemeinde Spechbach

Gemeinde Spechbach

Das zentral und landschaftlich reizvolle Spechbach liegt an der Grenze zwischen kleinem Odenwald und Kraichgau, 21 km südöstlich von Heidelberg.

Der große Waldbestand bietet die Möglichkeit zu ausgedehnten Spaziergängen auf markierten Wanderwegen, neben einem Waldlehrpfad gibt es einen ausgedehnten „Wald-Sinn-Pfad“ mit Erlebnispunkten. Im Jahr 1246 wird Spechbach erstmals urkundlich erwähnt: nachweislich existierte bereits eine Besiedlung auf Spechbacher Gemarkung im 3. Jhd. n. Christi. Die alte Römerstraße zwischen Lopodunum (Ladenburg) und dem Limes in Osterburken führt quer über Spechbacher Gemarkung. Die genaue Lage der Straße konnte zweifelsfrei rekonstruiert werden. Untersuchungen mit dem Landesdenkmalamt haben ergeben, dass es aber auch schon vorher eine wohl keltische Besiedlung gab. Der Römerbrunnen im Wald lädt zu einem gemütlichen Halt und zur Erfrischung ein, während im Ort lädt der typische unveränderte Ortskern mit Fachwerkhäusern und Kulturdenkmälern zum schlendern einlädt. Durch die romantische Kirchenstraße kommt man zu den beiden Kirchen, aber auch zur lokalen Gastronomie.

Durch die Beteiligung als Modellkommune im Projekt „intelligente Marktplätze“ möchte die Gemeinde Spechbach die Grundlage für die Erprobung neuer Ansätze zur Verbesserung der Nahversorgungssituation und damit auch für eine Verbesserung der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger schaffen.